Machthumor

Symbol

…für das lachende Auge

Erster Headhunter-Krieg für beendet erklärt

"You could earn more by the end of this week", Grundlage: cc (by-nc) Willem J. Poolen

Dies verkündeten heute der Verband der deutschen Personalbranche und die großen Online Jobbörsen Deutschlands. Man sei froh, dass der Schrecken und die Eskalationen innerhalb der Branche nun ein vorläufiges Ende gefunden hätten. Zuletzt war es zu Angriffen von Headhuntern auf andere Headhunter gekommen; dies hätte einen Verhaltenskodex für die Branche dringend nötig gemacht, erklärte Susanne Koch von der DCG Humankapital und Consulting Gruppe und Executive Bargaining Expertin für mittleres und höheres Management in der Personalbranche.

Die Entwicklungen sind in der Tat erschreckend: Seit Aufweichung des Kündigungsschutzes durch die Förderung der Leiharbeit bläht sich die Personalbranche auf, nutzt Engpässe der Unternehmen aus, fordert horrende Provisionen. „Man kann von einem Verwaltungs-Outsourcing sprechen der alle teuer zu stehen kommt“, bestätigt Frau Koch in einem spontanen Interview meine Vermutung.

„Die Privatisierung des Personalbereichs hat eine Branche geschaffen, die auf Kosten von vermittelten Angestellten und Managern und Firmen in Wachstumsphasen lebt und stetig wächst.“ Die Angriffe von Headhuntern auf anderer Headhunter hätten die Gewinne einiger Weniger in die Höhe getrieben aber dabei die Gehälter der Personaler insgesamt bedroht. Vor einer Abwerbung von Personalern durch andere Personaler wolle man sich mit diesem Frieden und einer neuen Headhunter-Ethik schützen.

„Wir vermissen hier eine moderierende Rolle des Staates“ bemerkt auch Koch kritisch, „denn die Auswirkungen sind durchaus volkswirtschaftlicher Natur, wenn ein Unternehmen, das für sein Wachstum einen Facharbeiter einstellen möchte, hohe Provisionen zahlen muss und der neue Mitarbeiter nicht ein mal durch sein Gehalt motiviert ist, da er einen immer größeren Teil bei seinem Headhunter abgeben muss.“ Im Wirtschaftministerium von Reiner Brüderle seien bisher alle Anfragen nach einer Regulierung im Sand versickert.

Zu guter Letzt will ich von der Schlichtungsleiterin Koch noch wissen, warum nun dieser vorerst beendete Krieg bereits jetzt „Erster” Headhunter-Krieg genannt wird. Sie lacht: „Wir Personaler mögen vielleicht adrett gekleidet sein“, meint sie schmunzelnd, „aber die Branche ist bereits zu groß und hoch professionell. Auch ich spreche mit Ihnen offen über die Probleme der Branche und habe nebenbei an diesem Schlichterjob sehr gut verdient. Wenn wir Personaler uns nun selbst verwalten sollen, wird man uns den Krieg nicht ansehen, aber wir werden professionell intrigieren wie der Teufel. (sie lacht) Dies ist dann der Zweite Krieg.“

Sie lächelt mich zum Abschied offen und herzlich an und mir wird bewusst, dass auch dieser Frieden nur eine Inszenierung war, an der Personaler letztlich verdienen werden. Eine neue Verwaltung würde Personaler in Personalakten sortieren und Personaler verwalten und Treue-Punkte an Personal verteilen, das sein Unternehmen nicht verlässt und Headhunter bewerten und mit Gütesiegeln ausstatten oder Headhunter-Experten durch Leiharbeitsfirmen anstellen, um Headhunter zu verwalten.

Der Teufel sprach bereits mit einem weiteren Reporter über die Schlichtung und die zukünftige freiwillige Selbstkontrolle der Personalbranche und drehte sich nicht noch ein mal um. Er/sie war nicht mehr aufzuhalten.


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  • @udogeh macht nichts. ich zweifle auch manchmal... ... 4 hours ago
  • Schreibe schon seit Ewigkeiten an meiner Kinderserie "Der kleine Panter Rei" und komme einfach nicht zum Schluss... oder zum Anfang. ... 5 hours ago
  • @udogeh türlich! gearbeitet. die wichtigsten Kontakte per Phone gepflegt. Großeinkauf. und nen gemütlichen Abend mit der Freundin verbracht. ... 5 hours ago
  • @maysens_ habe mir so gewünscht, dass das mal einer sagt. Hast mich von meinem Fluch befreit. Ich bin frei! :) ... 5 hours ago
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